Seelenbild

Treue Begleiter

Als ich am Abend mit unserer Hündin Amy einen Sonnenuntergangs-Spaziergang durch wunderschöne Natur machte, dachte ich: Wie schade, dass ich keinen Fotoapparat dabei habe.

Mit dem hätte ich das Hellgrün der Wiese, das sich leuchtend gegen den rötlichen Himmel absetzte, festhalten können, und hätte mich bestimmt auch wieder an den sanften Geruch der Sommerluft erinnert, der mich in Urlaubslaune versetzte. Dann hätte ich den Rehbock aus nächster Nähe fotografieren können, bevor er davonsprang, und mir wäre wieder eingefallen, wie belebend sich warmer Wind auf der Haut anfühlt. Und ich hätte den riesigen, orangen Sonnenball festgehalten, wie er mit Vogelgezwitscher-Untermalung, Afrika-Savannenmäßig, allmählich hinter der Wiese verschwand, bevor nur noch ein grau-rosa Himmel überblieb, an dem der große Greifvogel in der Ferne majestätisch seine Runden zog.

Aber, Moment mal, brauche ich dazu wirklich einen Fotoapparat? Während ich diese Zeilen schreibe, ist alles noch viel deutlicher als auf einem Foto, und das wird auch in der Zukunft so sein, spätestens wenn ich mich diesem Eintrag zuwende.
Denn nun malen die Worte meine Bilder und bringen mich zurück zum Gesang meiner Seele während dieses

wonne-vollen Abendspaziergangs.

Das ist eines der Dinge, die mir am Schreiben so gut gefallen. 

 

Worte.

Geschenke.
Treue Begleiter.
Wunderlied-Gesang.